// FAQs zum Programm Wirtschafts.Forscher!

Was ist das Ziel des Projekts?
Das Projekt will die ethische Dimension der ökonomischen Bildung stärken. Ziel ist eine fachlich fundierte, mehrperspektivische und problemorientierte Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen in der Wirtschaft, die an die Lebenswelten von Jugendlichen anknüpft und alle Ebenen und Akteure bei ökonomischen Entscheidungen und Prozessen einbezieht. Das Programm möchte eine verantwortungsbewusste Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern und ihr Interesse an der Gestaltung einer lebenswerten und zugleich zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft fördern.

Was macht das Projekt aus?
Das Projekt knüpft einerseits an die curricularen Rahmenbedingungen des schulischen Lernens, andererseits an die Alltagswelt der Jugendlichen an. Mit dem Ansatz des Forschenden Lernens wird das selbstbestimmte, ergebnisoffene, eigenaktive, mehrperspektivische und problemorientierte Arbeiten gestärkt. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Werten, wodurch eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit wirtschaftsethischen Fragestellungen erfolgt.

Welche Bestandteile gehören zum Projekt?
Zu dem Projekt gehören in jedem Schuljahr zwei Lehrerfortbildungen als Präsenztermine, ein Schülerworkshop „Jugend und Wirtschaft im Dialog“ an den Schulen, vier Module für den individuellen Einsatz im Unterricht sowie die jährliche Abschlussveranstaltung, der Economic Youth Summit.

Wer sind die Projektmacher?
„Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“ ist ein gemeinsames Programm der PwC Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, des Centrums für angewandte Politikforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Instituts für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Karl Schlecht Stiftung.

In welchen Bundesländern wird das Programm Wirtschafts.Forscher! derzeit angeboten?
Im Schuljahr 2016/17 nehmen 20 weiterführende Schulen der Sekundarstufe I aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen an dem Programm teil. Eine Ausweitung auf weitere Bundesländer ist geplant.

Wann beginnt das Projekt?
Mit der ersten Lehrerfortbildung bzw. dem Schüler-Workshop zu Beginn des Schuljahres startet das Projekt in den Schulen.

Wie und wo kann man sich als Schule für das Projekt bewerben? Wie erfolgt die Auswahl?
Wir freuen uns jederzeit über Anfragen von Schulen aller Schulformen zu einer möglichen Projektteilnahme. Anfragen richten Sie bitte an wirtschafts-forscher@pwc-stiftung.de. Je nach verfügbaren Kapazitäten erhält die interessierte Schule einen entsprechenden Bewerbungsbogen. Die Auswahl der Schulen erfolgt nach dem Schulprofil. Wichtig ist den Projektmachern eine gleichmäßige Verteilung zwischen verschiedenen Schularten.

Welche Ressourcen sollte die Schule bereitstellen?
Für die Teilnahme an dem Projekt ist die Beteiligung mindestens einer Lehrkraft und einer Klasse notwendig, wünschenswert sind zwei Lehrkräfte und zwei Klassen. Die Lehrkraft setzt die Unterrichtsmodule mithilfe der bereitgestellten Schüler- und Lehrermaterialien im Unterricht um. Pro Schule findet ein Schülerworkshop statt, der durch Peer-Teamer geleitet wird. Hierfür werden für einen Tag zwei Klassenräume benötigt, davon einer möglichst mit technischer Ausstattung in Form von Beamer, PC und ggf. Internetanschluss.

Wie viele Unterrichtsstunden müssen bereitgestellt werden?
Die teilnehmenden Lehrkräfte setzen mithilfe des bereitgestellten Lehrer- und Schülermaterials die einzelnen Module nach eigenem Ermessen im Ganzen oder in Teilen in ihrem Unterricht um. Der eintägige Schülerworkshop „Jugend und Wirtschaft im Dialog“ hat den Umfang eines vollen Schultags. An diesem Termin, der mit der Schule bzw. Lehrkraft abgestimmt wird, sollte sichergestellt sein, dass die gesamte Klasse durchgehend an dem Workshop teilnehmen kann. Zudem ist es wünschenswert, wenn die betreuende Lehrkraft während des Workshops als Beobachter anwesend ist. Der Economic Youth Summit als Abschlussveranstaltung am Ende des Schuljahres erfordert die Begleitung der jeweiligen Schülerdelegation durch mindestens eine Lehrkraft.

Wie findet die Auswahl der teilnehmenden Klasse(n) statt?
Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Die Auswahl der teilnehmenden Klassen oder Projektgruppen und Lehrkräfte wird den Schulen überlassen. Gerne stehen wir Ihnen dabei beratend zur Seite.

Wann und wo finden die Lehrerfortbildungen statt?
Pro Schuljahr finden zwei Lehrerfortbildungen statt, jeweils im Herbst und im Winter. Der Veranstaltungsort wird so gewählt, dass er aus allen Regionen Deutschlands gut erreichbar ist. In der Regel findet der Workshop in Frankfurt am Main statt. Den teilnehmenden Schulen entstehen hierdurch keine Kosten.

Wie sieht der Eigenanteil der Lehrkräfte bei der Projektdurchführung aus und wie werden sie dabei durch die Projektmacher unterstützt?
Nach der ersten Lehrerfortbildung setzen die teilnehmenden Lehrkräfte mithilfe des bereitgestellten Lehrer- und Schülermaterials die einzelnen Module nach eigenem Ermessen im Ganzen oder in Teilen im Unterricht um. Unterstützt werden Sie hierbei durch weitere Informationsangebote auf der Online-Plattform und die Ansprechpartner des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB). Der eintägige Workshop wird durchgeführt und geleitet durch zwei geschulte Peer-Teamer vom Centrum für angewandte Politikforschung (CAP). Hier ist die Präsenz der teilnehmenden Lehrkraft wünschenswert. Im Vorfeld werden zudem der Ablauf und organisatorische Details durch das CAP mit der teilnehmenden Lehrkraft besprochen.

In welchem Umfang müssen teilnehmende Schülerinnen und Schüler vom Unterricht befreit werden?
Auf dem Economic Youth Summit am Schuljahresende werden die Schulen jeweils durch eine kleine Delegation von ca. vier bis sechs Schülerinnen und Schüler vertreten. Je nach Veranstaltungsort ist hier die Unterrichtsbefreiung dieser Schülerinnen und Schüler für einen oder zwei Tage notwendig.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an das Team der PwC-Stiftung in Düsseldorf.