Wie können junge Menschen wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, unterschiedliche Interessen abwägen und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen?
Mit dieser Frage startete das Bildungsprogramm Wirtschafts.Forscher! am 22. und 23. September 2026 in Frankfurt am Main in das neue Programmjahr. Rund 40 Lehrkräfte aus etwa 25 Schulen kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Programm zu informieren und die Projektarbeit für das Schuljahr 2026/27 vorzubereiten. Unter den Teilnehmenden waren sowohl Lehrkräfte, die neu in das Programm eingestiegen sind, als auch Lehrkräfte, die bereits Erfahrungen aus früheren Programmjahren einbringen konnten.
Der Auftakt markierte den gemeinsamen Start des bundesweiten Programms sowie der Modellregionen RheinMain und Südwest. Auf dem Programm standen Fortbildungsangebote, die Jahresplanung für das neue Schuljahr sowie der Austausch über Praxisbeispiele aus dem Netzwerk.
Wirtschaftsethik als Leitmotiv
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung war die Rolle wirtschaftsethischer Fragestellungen im Unterricht. In Workshops und Fachimpulsen, die Dr. Michael Koch vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) gestaltete, beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Themen, die wirtschaftliche Entscheidungen, gesellschaftliche Verantwortung und unterschiedliche Interessenlagen miteinander verbinden.
Damit knüpfte die Veranstaltung an den Grundgedanken von Wirtschafts.Forscher! an: Wirtschaft nicht allein als System von Märkten und Unternehmen zu betrachten, sondern auch die Folgen wirtschaftlichen Handelns für Menschen, Gesellschaft und Umwelt in den Blick zu nehmen.
Neue Angebote für die Unterrichtspraxis
Zum Start des Programmjahres wurden Workbooks, die neue digitale Lernumgegbung, das Bildungs.Lab!, sowie eine Spielbox zum Thema Wirtschaftsethik für den Unterricht vorgestellt. In den Praxiswerkstätten, die Andreas Becker von freiwerk B und Dr. Michael Koch begleiteten, diskutierten die Teilnehmenden, wie sich die neuen Bausteine in Unterricht und Projektarbeit einsetzen lassen.
Die Angebote ergänzen das bestehende Programm und eröffnen weitere Möglichkeiten, ethische Fragen wirtschaftlichen Handelns im schulischen Alltag aufzugreifen.
Erfahrungen teilen, Perspektiven erweitern
Erstmals stand eine Transferwerkstatt auf dem Programm, die gemeinsam mit dem Deutschen Lehrkräfteforum entwickelt und von Berit Moßbrugger sowie Yannick Schult durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Erfahrungen aus erfolgreichen Wirtschafts.Forscher!-Projekten für andere Schulen nutzbar gemacht werden können. Dazu tauschten die Teilnehmenden Beispiele aus ihrer Unterrichtspraxis aus, reflektierten Gelingensbedingungen und diskutierten Möglichkeiten der Übertragung auf andere schulische Kontexte.
Der Erfahrungsaustausch ist ein zentraler Bestandteil von Wirtschafts.Forscher!. Gemeinsame Veranstaltungen und regionale Netzwerktreffen bieten Gelegenheiten, bewährte Ansätze weiterzugeben und voneinander zu lernen.
Startpunkt für das Schuljahr 2026/27
Mit dem Auftakt wurden die inhaltlichen und organisatorischen Grundlagen für die kommenden Monate gelegt. Die vorgestellten Materialien, Fortbildungsangebote und Netzwerkformate bilden den Rahmen für die weitere Projektarbeit an den beteiligten Schulen.
Wirtschafts.Forscher! ist ein gemeinsames Programm der PwC-Stiftung, des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB), freiwerk B, der Karl Schlecht Stiftung (Wi.Fo!-Regio Südwest) sowie der Strahlemann-Stiftung (Wi.Fo!-Regio RheinMain).
Gemeinsam unterstützen die Programmpartner Lehrkräfte dabei, wirtschaftsethische Fragestellungen im Unterricht aufzugreifen und entsprechende Lernangebote an Schulen zu verankern.
Foto: (c) STARTS Design GmbH
