15.03.2021

Im Interview: Lea, Schülerin im Programm „Wirtschafts.Forscher!“

Wir haben mit Wirtschafts.Forscherin! Lea aus der Klasse 10 c am Goldberg Gymnasium Sindelfingen über ihre Projektarbeit und Erfahrungen mit  Wirtschafts.Forscher! gesprochen. Lea hat an den digitalen Schulworkshops im November und Dezember 2020 teilgenommen und im Februar zusammen mit ihrem Lehrer Moritz Reck die digitale Sprechstunde mit EDUCATION Y besucht. Schon im Ethik-Unterricht hat sich Lea mit moralischen Fragen beschäftigt und kann diese Sichtweise nun auch bei Wirtschafts.Forscher! einbringen.

Wirtschafts.Forscher!: Liebe Lea, was hast du gedacht, als du das erste Mal von Wirtschafts.Forscher! gehört hast?

Lea: Wir haben uns sehr gefreut, dass wir die Klasse an unserer Schule sind, die das Projekt machen darf!  Meine Klasse hatte zwar noch nicht so viel Vorwissen zum Programm und zu den Themen. Wir hatten eine grobe Ahnung, dass es sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Aber wir wussten, dass wir von Wirtschafts.Forscher! gut unterstützt werden. Und so war die ganze Klasse gespannt, was jetzt kommt und inwiefern wir das auch umsetzen.

Wirtschafts.Forscher!: Das Programm steigt direkt mit drei großen Begriffen ein: Wirtschaft, Ethik und Digitalisierung. Wie seid ihr damit zurechtgekommen?

Lea: Über Digitalisierung und Wirtschaftsverhältnisse haben wir zum Beispiel auch schon in Erdkunde kleine Tendenzen angesprochen. Und ich gehe in meiner Schule in den Ethik-Unterricht. So ist das Thema für mich bekannter. Doch wir haben natürlich auch andere, die nicht in den Ethik-Unterricht gehen. Für die war es eher etwas Neues.

Wirtschafts.Forscher!: Spannend, dass du auch schon eine Sichtweise aus dem Ethik-Unterricht mitbringst. Hast du den Eindruck, dass Wirtschafts.Forscher! deinen Blick auf ethische Fragestellungen noch einmal verändert hat?

Lea: Es ist in gewisser Weise ähnlich. Die Ethik, die ich kenne, untermalt das noch einmal, was wir bei Wirtschafts.Forscher! lernen. Es ist sozusagen eine Art Bestätigung.

Wirtschafts.Forscher!: Was ist dir bis jetzt besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben? Was hast du Neues gelernt?

Lea: Ich kannte die Themen oberflächlich, aber ich habe Inhalte mitbekommen und gelernt, so tief hätte ich gar nicht in die Materie reingehen können. Zum Beispiel haben wir uns mit Nachhaltigkeit in Betrieben beschäftigt. Man kriegt ja viel mit, zum Beispiel, dass viel Plastik bei Versandartikeln anfällt. Das mit dem Plastik war mir persönlich geläufiger. Aber inwiefern welche Berufe und welche Berufsgruppen von dem Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung betroffen sind, so genau wusste ich das nicht.

Wirtschafts.Forscher!: Bei Wirtschafts.Forscher! schauen wir auch viel auf die Makroebene und den Staat. Ist das etwas, was dir leichtgefallen ist?

Lea: Ja, der Ethikunterricht bei uns behandelt auch beide Perspektiven: die Einzelperson in einem konkreten Fall und dann beziehen wir es auf die Allgemeinheit. Wir hatten also schon den etwas weiteren Blick auf die Dinge. Im Wirtschafts.Forscher!-Projekt hatte der nun einen anderen Fokus.

Wirtschafts.Forscher!: Dann lass uns doch jetzt noch einmal über die Schulworkshops sprechen. Wie haben du und deine Klasse den Workshop erlebt?

Lea: Es war recht witzig, bis wir alle ins Wi.Fo!-Lab reingekommen sind. Der Start und die Thematik waren sehr interessant. Wir konnten Inhalte aus dem Unterricht einbringen und haben uns gegenseitig ergänzt.

Wirtschafts.Forscher!: Wie verlief die Projektfindung für euch?

Lea: Wir haben versucht herauszufinden: Was wissen wir zum Thema? Wie können wir das in eine Richtung bauen?

Wirtschafts.Forscher!: Was ist die Projektidee deiner Gruppe?

Lea: Wir beschäftigen uns mit dem Thema Kinderarbeit bei der Produktion von Elektroartikeln. Wir wollen ein System finden, um den Menschen bewusster zu machen, von wem und was sie kaufen und die Gesellschaft für das Thema sensibilisieren.

Wirtschafts.Forscher!: Ein sehr wichtiges Thema. Wie funktioniert die Projektarbeit während des Lockdowns für euch?

Lea: Es ist schon etwas schwieriger, weil wir alles online machen müssen. Wir haben manchmal unterschiedliche Unterrichtszeiten. Da ist es schwierig in Kontakt zu kommen. Und manchmal gibt es natürlich auch Internetprobleme. Aber es lässt sich auch so gut managen.

Wirtschafts.Forscher!: Wir sind sehr gespannt auf eure Ergebnisse. Vielen Dank für deine Zeit. Möchtest du zum Abschluss noch etwas teilen, zum Beispiel inwiefern sich die Arbeit bei Wirtschafts.Forscher! von der normalen Schule unterscheidet?

Lea: Meistens benutzen wir im Unterricht Quellen, die von der Schule gegeben sind. Es ist konkreter, wonach wir suchen müssen. Bei Wirtschafts.Forscher! dürfen wir uns selbst ein Thema aussuchen, wir überlegen selbst, wie wir das Thema aufziehen. Und dann suchen wir selber die Infos zusammen und schauen, dass wir das Thema so gut recherchieren und erforschen, dass wir es auch später präsentieren können. Wirtschafts.Forscher! ist im Ganzen viel freier.

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