Regio.Summit! 2026 in Stuttgart: Zukunftskompetenzen durch wirtschaftsethische Bildung stärken

Beim Regio.Summit! 2026 der Wirtschafts.Forscher!-Regio Südwest zeigten Schülerinnen und Schüler, wie wirtschaftliche Fragestellungen mit gesellschaftlichen Herausforderungen zusammenhängen. Mit eigenen Forschungsprojekten, Workshops und Diskussionen entwickelten sie Perspektiven auf Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und gesellschaftliche Verantwortung.

Allgemein

Wie lernen junge Menschen, Wirtschaft nicht nur zu verstehen, sondern verantwortungsvoll mitzugestalten?

Beim Regio.Summit! 2026 der Wirtschafts.Forscher!-Regio Südwest wurde sichtbar, was passiert, wenn Schülerinnen und Schüler wirtschaftliche Fragestellungen mit gesellschaftlichen Herausforderungen verknüpfen. Sie präsentierten eigene Forschungsprojekte, diskutierten Zukunftsfragen und zeigten, wie wirtschaftsethische Bildung dazu beitragen kann, Verantwortung zu übernehmen und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch mitzugestalten. 

Zukunftsfragen brauchen mehr als Fachwissen

Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt: Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen mehr als fachliches Wissen. Sie erfordern die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. 

Beim Regio.Summit! 2026 der Wirtschafts.Forscher!-Regio Südwest wurde genau das sichtbar. Rund 70 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Gäste aus Bildung, Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um Forschungsergebnisse zu präsentieren, Perspektiven auszutauschen und Zukunftsfragen zu diskutieren. Zwischen Projektständen, Workshops und Gesprächen entstand ein lebendiger Lernraum, in dem sich die Jugendlichen mit Themen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und gesellschaftliche Verantwortung auseinandersetzten. 

Dabei wurde deutlich: Wirtschaft wird hier nicht isoliert betrachtet. Die Schülerinnen und Schüler reflektierten wirtschaftliche Entscheidungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. 

Zukunftskompetenzen durch Perspektivwechsel stärken 

Wie beeinflussen soziale Medien unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit? Welche Fähigkeiten helfen dabei, mit Unsicherheiten und Veränderungen umzugehen? Und wie lässt sich Nachhaltigkeit im eigenen Lebensumfeld erleben? 

Diesen Fragen widmeten sich die Teilnehmenden in interaktiven Workshops. Im Fokus standen Medienkompetenz und kritisches Denken, mentale Resilienz sowie nachhaltige Stadtentwicklung. Die Schülerinnen und Schüler lernten, Informationen kritisch einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven nachzuvollziehen und eigene Standpunkte zu entwickeln. 

So entstanden Lernräume, in denen komplexe Herausforderungen nicht nur besprochen, sondern aktiv erforscht wurden. Die Jugendlichen erfuhren, dass gesellschaftliche Fragestellungen selten einfache Antworten haben und dass genau darin eine wichtige Voraussetzung für verantwortungsbewusstes Handeln liegt. 

Lernen, das über den Unterricht hinauswirkt 

Über den gesamten Summit hinweg zeigte sich ein gemeinsames Muster: Junge Menschen erhielten Raum, eigene Fragen zu verfolgen, Perspektiven zu wechseln und sich mit komplexen Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. 

Gerade darin liegt die besondere Stärke von Wirtschafts.Forscher!. Das Programm vermittelt nicht nur Wissen, sondern fördert die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, unterschiedliche Interessen abzuwägen und begründete Positionen zu entwickeln. 

Wie engagiert und praxisnah die Schülerinnen und Schüler dabei arbeiteten, zeigte auch die Verleihung des Publikumspreises. Die Teilnehmenden wählten das Projekt des Gymnasiums Mengen mit der Forschungsfrage „Wie kann man Produkte aus regionalem Anbau erkennen und den CO₂-Abdruck verkleinern?“ zum Gewinnerprojekt des Regio.Summit! 2026. Als Auszeichnung erhält die Klasse einen Erlebnistag in der experimenta Heilbronn, Deutschlands größtem Science Center. 

Die Wahl machte deutlich, welche Themen viele junge Menschen besonders beschäftigen: nachhaltiger Konsum, verantwortungsvolles Handeln und die Frage, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft leisten kann. 

Gemeinsam wirtschaftsethische Bildung stärken 

Die Wirtschafts.Forscher!-Regio Südwest wird in öffentlich-privater Zusammenarbeit umgesetzt. Sie ist ein gemeinsames Projekt der Karl Schlecht Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ökonomische Bildung Oldenburg (IÖB), dem Regierungspräsidium Tübingen, der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, der Stadt Ulm und dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL). Das Netzwerk verbindet schulische Praxis, wissenschaftliche Expertise und gesellschaftliches Engagement mit dem Ziel, wirtschaftsethische Bildung nachhaltig zu stärken. So entstehen Lernräume, in denen junge Menschen wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen forschend erkunden und Verantwortung für die Zukunft übernehmen können. 

Fotos: (c) Alexander Klarmann

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